Jürgen Otto - unser Bügermeisterkandidat

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Am Heidegraben 10

52391 Müddersheim

Unser Kandidat für den Bürgermeister

Warum trete ich erneut als Bürgermeisterkandidat an?

 

Als ich 2015 erstmals antrat, um in Vettweiß Bürgermeister zu werden, waren die Beweggründe und die Ziele nicht anders als heute, im Gegenteil. Die letzten 5 Jahre als Ratsmitglied haben mir gezeigt, dass es noch wichtiger ist, eine Wende für Vettweiß herbeizuführen.

So habe ich bereits vor 5 Jahren gesagt, dass wir mehr Transparenz unseres Handelns benötigen und der Bürger viel mehr mitgenommen werden muss. Dazu stehe ich nach meinen Erfahrungen der letzten Jahre heute umso mehr. Transparenz und Bürgerbeteiligung bedeuten für mich nicht, sich selbst permanent in den Vordergrund zu stellen, sondern die Bürger frühzeitig zu informieren und in Entscheidungsprozesse einzubinden. Ein Bürgermeister muss Verwaltung, die politischen Gremien und die Bürger verbinden und nicht spalten. Man muss die Synergien daraus nutzen, um die Gemeinde zu entwickeln.

Wir hatten bereits vor 2015 das Problem, dass Entscheidungen nur aus parteipolitischen Gründen und persönlichen Befindlichkeiten getroffen wurden und das hat sich leider in den letzten 5 Jahren noch verstärkt. Ich hatte 2015 gesagt, dass es auch in den Reihen der anderen Parteien gute Leute gibt. Wenn aber permanent gute Ideen und Vorschläge abgelehnt werden, nur weil es aus einer anderen Partei kommt, man sich in der Einstimmen-Mehrheit sonnt, dann bringt das Vettweiß doch nicht weiter.

Vettweiß kann mehr.

Das ist unser Motto, mit dem wir in den diesjährigen Wahlkampf gehen. Ich finde, es drückt sehr gut aus, um was es mir und der SPD Vettweiß geht. Ich stelle bewusst nicht alles in Abrede. Es ist gut für Vettweiß, dass wir eine Tankstelle haben, da hatte insbesondere unser Ehrenbürger Josef Kranz sehr gute Vorarbeit geleistet. Es ist gut, dass Baugebiete entstehen. Es ist gut, dass es ein Klimaschutzteilkonzept gibt. Es ist gut, an dem Leader-Projekt beteiligt zu sein. Viele Konzepte wurden für viel Geld entwickelt.

Aber zu welchem Preis? Welchen Nutzen können die Bürger daraus ziehen?

Für mich macht es keinen Sinn, immer mehr Geld auszugeben, was wir nicht haben und dabei nicht an die Folgekosten zu denken. Wir haben gegen ein Gebäudemanagement gestimmt, in dem allein die Sanierung der „Alten Molkerei“ Sanierungskosten in Höhe von 3,1 Millionen € an den Tag gebracht hat. Wobei hier die endgültige Summe noch nicht absehbar ist.  Alle Projekte, die in den letzten 5 Jahren entstanden sind, haben uns 1 Million € gekostet, die wir nicht haben. Der Pflegeaufwand des Mehrgenerationenparks mit allen Nebenanlagen, der anstehenden Vandalismusprävention  ist nicht abzusehen. Der Bauhof mit all seinen engagierten Mitarbeitern kommt jetzt schon kaum hinterher, um alles in Stand zu halten.

Deshalb muss auch dringend im Personalbereich nachjustiert werden. Sind eine Pressesprecherin und zusätzlich eine persönliche Referentin wichtiger, als im Bauhof dringend benötigtes Personal einzustellen. Es kann doch nicht sein, dass im Bauhof nur zeitlich befristet eingestellt wird, weil kein Geld da ist. Eine vernünftige und zielgerichtete Personalpolitik würde die Gemeinde weiterbringen. Und das ist dringend erforderlich.

Wir befürworten die gute Zusammenarbeit im Kindergartenbereich mit privaten Trägern, wir haben aber gegen ein System Spelthahn mit den Kreismäusen gestimmt, weil es zu noch höheren Umlagekosten auch für Vettweiß  führt, die wir alle mit unseren Steuergeldern zahlen. Ganz aktuell am Beispiel der aufwändigen Sanierung des Objektes in der Schulstraße in Vettweiß nachvollziehbar.

Ich befürworte neue Baugebiete. Aber am Beispiel Kelz kann man gut sehen, wohin falsche Planung und persönliche Interessen führen. Die Planung und Entstehung dieses Baugebietes durfte niemals dazu führen, dass man sich die einzig sinnvolle und so wichtige gemeinsame Ortsumgehung für Kelz und Lüxheim damit selbst torpediert und unmöglich macht, Verkehrsströme in einen sowieso sensiblen Bereich lenkt.

Eine dauerhafte Stärkung und Etablierung unserer Feuerwehr ist wichtig, dafür haben wir uns schon lange eingesetzt. Wir haben zurecht moniert, als in Soller ein Neubau geschaffen wurde, der nicht DIN-gerecht ist. Jetzt denkt man über einen Anbau nach, damit die Fahrzeuge überhaupt Platz finden. Welch ein Irrsinn. Zwei Jahre wurde die Feuerwehr ohne Haushaltsausgaben bedacht. Ein Fehler, der nur mit viel Aufwand korrigiert werden konnte. So geht man nicht mit einer der wichtigsten Einrichtungen in einer Gemeinde um. Man vernachlässigt dadurch eine der gesetzlichen Pflichtaufgaben der Gemeinde.

Ebenso war ich 2015 angetreten mit dem Versprechen zur weiteren Stärkung des Ehrenamtes. Dazu zählt für mich aber nicht nur die Zahlung von freiwilligen Ausgaben an die Vereine, sondern wir müssen den Vereinen helfen, ihre Infrastruktur zu erhalten. Das erarbeitete Klimaschutzteilkonzept beinhaltet zwar die Sanierung der Dorfgemeinschaftshäuser, aber die Umsetzung wird in den nächsten Jahren nicht zu erwarten sein, weil schlichtweg das Geld fehlt bzw. in die Sanierung der „Alten Molkerei“ gesteckt wird. Hier ist ein vollkommen falscher Weg gewählt worden, da man zuerst bestehende Liegenschaften und Gebäude zukunftssicher machen muss, bevor man in neue Gebäude investiert.

In der Tagespflege ist bei Vettweiß immer noch ein weißer Fleck zu sehen. Es gibt sie nicht. Auch hier wurden gute Ideen durch persönliche Befindlichkeiten regelrecht zerschossen.

Aus allen 10 Punkten, mit denen ich 2015 angetreten bin, ist einiges umgesetzt, aber es ist noch immer viel Luft nach oben. Wir haben jetzt ein Wahlprogramm aufgestellt, dass daran anknüpft, aber weitere wichtige Dinge für Vettweiß aufzeigt, die dringend angepackt werden müssen. Dazu hatten wir schon frühzeitig die Bürger in einer Fragebogenaktion beteiligt, um herauszufinden, wo der Schuh drückt. Das alles haben wir jetzt mit einfließen lassen und sind überzeugt davon, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Was ich 2015 schon nicht wollte, gilt in 2020 umso mehr:

–              Blockierung der Weiterentwicklung unserer Gemeinde durch persönliche Interessen

–              Unsachliche Diskussionen und parteipolitische Streitigkeiten im Gemeinderat und den Ausschüssen

–              Ausschließlich durch subjektive Parteipolitik geprägte Entscheidungen im Gemeinderat und in den Ausschüssen

Wir müssen wieder weg von Mauschelei, Vetternwirtschaft und einer Gutsherrenart, die in Vettweiß in einer unerträglichen Art und Weise Einzug gehalten hat.

Nicht zuletzt durch unser Engagement haben wir es geschafft, dass man wieder Bürger in Ausschuss- und Ratssitzungen begrüßen kann, die sich vor Ort ein Bild machen, was in Vettweiß passiert. Aber mit der Entscheidung, die Einwohnerfragestunden wieder an den Anfang einer Sitzung zu setzen, macht man gute Bürgerbeteiligung wieder zunichte. Mündige Bürger wollen gehört werden und das nicht im stillen Kämmerlein. Offene und ehrliche Fragen stellen zu können, ist wichtig. Und der Bürger hat Anspruch auf ehrliche Antworten. Und gerade Themen, die in Sitzungen kontrovers diskutiert werden, fordern Bürgermeinungen.

Ich würde mich freuen, wenn ich mit Hilfe aller Bürgerinnen und Bürger dafür sorgen könnte, dass meine Prinzipien „Bürgernah, sozial und gerecht“ in Vettweiß endlich umgesetzt werden können, um zu zeigen, dass Vettweiß mehr kann. Transparenz und Ehrlichkeit sollten bei unserem Umgang und unserer Arbeit wieder in den Vordergrund treten.

Lebenslauf

1994 – 1997
Ratsmitglied im Ortsgemeinderat Höchstenbach

1997 – 2001
Ortsbürgermeister in Höchstenbach

seit 01.06.2014
Mitglied des Rates der Gemeinde Vettweiß